Geschichtliches zur Bahn „Burg Hohenrechberg“

Die Burg Hohenrechberg wurde in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut und war bis ins 20. Jahrhundert Privatbesitz der Familie Grafen von Rechberg. Mit den Staufern begann deren Aufstieg. Die zahlreichen Linien der Familien erwarben umfangreichen Eigenbesitz entlang des Albtraufs, zwischen Iller und Lech sowie Altbayern. In hochrangigen Ämtern am bayrischen Hof und als Diplomaten und Außenminister zählten sie zu den mächtigen Adelsgeschlechtern in Süddeutschland. Die Burg wurde niemals Opfer einer kriegerischen Auseinandersetzung, doch zerstörte sie ein Brand nach einem Blitzschlag im Winter 1865. Im Jahre 1986 wurde die Ruine verkauft. 
Die Entstehungsgeschichte des Golfplatzes ist eng mit der Familie der Grafen von Rechberg verbunden: 1971 reifte im Kreise der deutschen Clubmitglieder, die seit 1959 auf dem 9-Loch-Platz innerhalb des Flugplatzgeländes der US-Army bei Göppingen spielten, der Entschluss, einen eigenen Platz mit Clubhaus zu bauen. Neben weiteren Alternativen bot schließlich Albert Graf von Rechberg, selbst Clubmitglied, seine landwirtschaftliche Fläche unter dem Ramsberg pachtweise zur Realisierung eines 9-Loch-Platzes mit Clubhaus an. Nach einem langwierigen Genehmigungsprozess und der Bauphase konnten 1977 der Platz und 1978 das Clubhaus, ein ehemaliger Schafstall, eingeweiht werden.

(Text: Manfred Klotzbücher)