Geschichtliches zur Bahn „Kloster Lorch“

Herzog Friedrich I. von Schwaben, der Erbauer der Burg Hohenstaufen, stiftete um 1090 das Benediktinerkloster in Lorch. Die um 1100 fertiggestellte romanische Kirche ist der älteste staufische Kirchenbau. Diese Klosterkirche diente als Vorbild späterer Kirchen, z.B. in Faurndau, Bad Boll und der Johanniskirche in Schwäbisch Gmünd. König Konrad III., Enkel des Salier-Kaisers Heinrich IV. und erster deutscher König aus der Staufer-Dynastie, verfügte 1144 die Erhebung der Klosterkirche zur Familiengrabstätte des Staufergeschlechts. Um 1475 wurde der spätgotische Chor angebaut. Aus dieser Zeit stammt die Staufer­-Tumba (Sammelgrab) in der Mitte des Kirchenschiffs, in der die Gebeine der Staufer bestattet sind. Die Säulen der Kirche sind mit den Bildern der Stauferherrscher geschmückt. Sehenswert ist das Stauferrundbild von Hans Kloss aus Schwäbisch Gmünd. Es wurde anläßlich des 900-jährigen Bestehens des Klosters eingeweiht. 

(Text: Manfred Klotzbücher)