Bahn 12
„Agnes von Waiblingen”
Ein vermeintlich einfaches Par 3, mit einem schönen Blick auf den Messelberg. Vor dem Grün lauert eine grosse Bunkerlandschaft, dahinter die Ausgrenze. Linker Hand fliesst der Reichenbach und zudem ist das Grün zum einen onduliert und fällt zum anderen auch noch nach vorne leicht ab. Wie so oft, hilft auch hier ein präziser Schlag in das Grün.
» Nächste Bahn
Geschichtliches zur Bahn „Agnes von Waiblingen“
Vermutlich 1072 wurde Agnes als einzige Tochter des Salierkaisers Heinrich IV. geboren. An Ostern 1079 auf dem Reichstag zu Regensburg – Agnes war noch ein Kind – arrangierte Heinrich die Verlobung mit dem gleichzeitig zum Herzog von Schwaben erhobenen Friedrich von Staufen. Etwa acht Jahre später, als Agnes mündig war, war die Hochzeit, und das Ehepaar zog auf die soeben fertiggestellte Burg Hohenstaufen. Ihre Nachkommen waren damit allernächste Verwandte der Salier. Mit dem Tod ihres kinderlosen Bruders Kaiser Heinrich V. waren ihre Söhne Friedrich II. und Konrad III. erste Anwärter auf die deutsche Königswürde. So ist Agnes die Stammmutter der Staufer. Die Agnes-Ring-Legende ist für Schwäbisch Gmünd bedeutsam, weil man in ihr den Gründungsakt für die Stadt vermutet. Nach der Legende verlor Agnes bei einer Jagd ihren Ehering. Dies war gleichbedeutend mit Ehebruch und konnte mit Kerkerhaft und Tod bestraft werden. In ihrer Not schwor sie, dass sie an der Stelle, wo der Ring gefunden würde, eine Kirche bauen wolle. Das Wunder geschah. Im Geweih eines erlegten Hirsches hing der Ring. Sie hielt ihr Wort und ließ eine Kirche bauen. Es war die Vorgängerkirche der heutigen Johanneskirche. In einer Urkunde des Kloster Lorch von 1162 werden „15 cives“, d.h. freie Stadtbürger erwähnt. Damit ist Schwäbisch Gmünd die älteste Stauferstadt. Die Staufer stellten durch die Gründung vieler Städte ihre Herrschaft auf eine neue Machtbasis. Die vielen Stadtgründungen und Burgenbauten dienten den Staufern zur Sicherung ihrer Macht.
(Text: Manfred Klotzbücher)
