Bahn 8
„Kaiser Heinrich VI.”
Das nächste, lange Par 4 und zudem noch bergauf. Links und rechts durch hohe Bäume begrenzt, ein erster Bunker rechts, erneut strategisch platziert, verlangt einen geraden Drive. Der zweite Schlag in das leicht erhöhte Grün setzt Präzision voraus, wobei der Bunker links des Grüns noch verhältnismässig harmlos ist. Gefährlicher ist die rechte Seite. Zu weit rechts platziert und der Ball verschwindet im undurchdringlichen Buschwerk. Wie auf der Bahn 7 ist auch hier ein Bogey ein ordentliches Ergebnis.
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Geschichtliches zur Bahn „Kaiser Heinrich VI.“
WELTMACHTTRÄUME – KAISER HEINRICH VI. (1190 - 1197)
Da Friedrich Barbarossa vor seinem Aufbruch zum Kreuzzug die Nachfolge geregelt hatte (er ließ seinen Sohn Heinrich zum deutschen König krönen), ging die Herrschaft reibungslos auf seinen Sohn über. 1191 wurde Heinrich zum Kaiser gekrönt. Fast gleichzeitig mit Friedrich Barbarossa starb auch Wilhelm II., König des Normannenstaates in Sizilien, sodass Heinrich im Namen seiner Frau Konstanze von Sizilien Anspruch auf dieses Königreich erhob. Wegen eines Fürstenaufstandes in Deutschland konnte er dieses Ansinnen zunächst nicht verwirklichen. Die Opposition in Deutschland konnte er jedoch erfolgreich niederwerfen. Dabei kam ihm die Auslieferung des gefangenen englischen Königs Richard Löwenherz, führende Kraft der Opposition, zu Hilfe. Heinrich erpresste von ihm nicht nur eine ungeheure Summe Lösegeld, sondern zwang ihn auch dazu, den Lehenseid zu leisten. Nach diesem Erfolg ließ er sich am Weihnachtstag 1194 in Palermo zum König von Sizilien krönen. Einen Tag später gebar Konstanze einen Sohn, der den Namen seines Großvaters, Friedrich, erhielt. Nachdem auch der König von Frankreich den Lehenseid auf ihn geleistet hatte, schien Kaiser Heinrich VI. der Verwirklichung seiner Weltmachtträume sehr nahe gekommen zu sein. 1197 verstarb er allzu früh, wohl an Malaria. Da 1198 auch seine Gemahlin Konstanze verstarb, hinterließen beide einen knapp dreijährigen Sohn als Vollwaisen. Vormund des jungen Friedrich wurde Papst lnnozenz III. Heinrichs früher Tod bedeutete eine bedrohliche Situation für das staufische Herrscherhaus!
(Text: Manfred Klotzbücher)
